Daten von 700 Millionen LinkedIn-Nutzern wurden online zum Verkauf angeboten, was dies zu einem der bisher größten LinkedIn-Datenlecks macht. Am 22. Juni bot ein bekannter Hacker im Darknet Daten von über 700 Millionen Nutzer von LinkedIn an.

Was genau passierte?

Am 22. Juni hat ein Nutzer eines beliebten Hackers Daten von 700 Millionen LinkedIn-Nutzern zum Verkauf angeboten. Der Benutzer des Forums hat eine Stichprobe der Daten veröffentlicht, die 1 Million LinkedIn-Benutzer umfasst. Sven Taylor mit seinem Blog restoreprivacy.com hat die Probe untersucht und festgestellt, dass sie die folgenden Informationen enthält:

  • E-Mailadressen
  • Ganze Namen
  • Telefonnummern
  • Physische Adressen
  • Geolokalisierungs-Datensätze
  • LinkedIn-Benutzername und Profil-URL
  • Persönliche und berufliche Erfahrung/Hintergrund
  • Geschlechter
  • Andere Social-Media-Konten und Benutzernamen
, Neues LinkedIn-Datenleck – 700 Millionen Nutzer Daten frei zugänglich
Forum Screenshot, Quelle: https://restoreprivacy.com/linkedin-data-leak-700-million-users/

Der Benutzer behauptet, dass die vollständige Datenbank die persönlichen Informationen von 700 Millionen LinkedIn-Benutzern enthält. Da LinkedIn laut seiner Website 756 Millionen Nutzer hat, würde dies bedeuten, dass fast 93% aller LinkedIn-Nutzer über diese Datensätze gefunden werden können.

Nachfolgend finden Sie einen kleinen Ausschnitt der von Sven Taylor untersuchten Stichprobe, um zu zeigen, wie viele Informationen ein Datensatz enthalten kann:

, Neues LinkedIn-Datenleck – 700 Millionen Nutzer Daten frei zugänglich
Datensatz Auszug, Quelle: https://restoreprivacy.com/linkedin-data-leak-700-million-users/

Ausgehend von den Stichproben (Benutzernamen aus dem Jahr 2021 und 2020) scheint die Datenbank aktuell zu sein.

Welche folgen das für die betroffenen Benutzer hat ist noch nicht abzuschätzen – Auch ist nicht bekannt, ob Passwörter und weitere persönliche Daten zusätzlich gestohlen wurde.

Auch bekannt ist, dass die Daten nicht durch kompromittierte Server gestohlen wurde, sondern durch die LinkedIn eigene API abgefangen wurde. Eine Stellungnahme hat Taylor von LinkedIn diesbezüglich noch nicht erhalten.

Dies zeigt, dass generell im Internet nur so wenige persönliche Daten wie möglich und nur so viel, wie nötig veröffentlicht, werden sollte.

Bleiben Sie aufmerksam

Quelle: https://restoreprivacy.com/linkedin-data-leak-700-million-users/

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Mein Name ist Christoph Purin und befasse mich mit IoT Geräten wie Raspberry, Arduino, ESP. Auch Aktivitäten wie die FFW, Quad-fahren, Amateurfunk zählen zu meinen bevorzugten Hobbys. Dieser Blog, stellt eine Sammlung meiner Projekte dar, wie Dinge gelöst oder umgebaut werden können.

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