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Montag, Juni 16th, 2008 | Author: Christoph

Die Chance lebt nach 1:1 gegen Polen

Die Chance des österreichischenNationalteams auf die Viertelfinal-Teilnahme bei der EURO 2008 lebt.
Vastic rettete Österreich mit Elfer zum 1:1Vastic rettete Österreich mit Elfer zum 1:1APA (epa)

Ivica Vastic donnerte am Donnerstag vor 51.428 Zuschauern im Wiener Happel-Stadion in der 93. Minute einen Elfmeter in die Maschen, glich den Rückstand durch Roger Guerreiro (30.) aus und ermöglichte der ÖFB-Auswahl damit in Gruppe B quasi ein “Endspiel” am Montag gegen Deutschland.Bei einem Sieg über die DFB-Elf wären die Österreicher fix weiter, sofern die bereits fix qualifizierten Kroaten gegen Polen nicht verlieren. Der Elfer resultierte aus einem Trikotvergehen von Lewandowski an Prödl bei einer Standard-Situation.

Im Vergleich zur Anfangs-Formation gegen Kroatien nahm Hickersberger drei personelle Änderungen vor (Garics, Leitgeb, Korkmaz statt Standfest, Säumel und Gercaliu) und bewies damit weit mehr Mut zum Risiko als in der ersten ÖFB-Partie. Der Coach stellte auf eine Viererkette mit Garics und Pogatetz an den Außenpositionen sowie Prödl und Stranzl im Zentrum um, an den Flanken agierten die offensiven Ivanschitz und Korkmaz, die Unterstützung von Aufhauser und Leitgeb im Zentrum erhielten. An vorderster Front stürmten wie schon gegen Kroatien Harnik und Linz.

Diese Taktik erwies sich zunächst als goldrichtig. Im Gegensatz zum Duell mit den Kroaten übernahmen die Österreicher sofort die Initiative und gaben durch Ivanschitz (6./Weitschuss daneben, 10./Freistoß von Boruc pariert) erste Warnschüsse ab. Es folgten jene sechs Minuten, in denen die Gastgeber die Partie vorzeitig zu ihren Gunsten entscheiden hätten müssen.

Nach einem missglückten Rückpass von Wasilewski zog Harnik in der 11. Minute allein aufs Tor, Boruc wehrte aber mit dem Oberschenkel ab. Drei Minuten später setzte sich Korkmaz links durch, nach dessen Querpass rettete Boruc bei einem Harnik-Schuss vom Fünfer per Fußabwehr. Wieder drei Minuten danach spielte Ivanschitz auf Leitgeb, der Steirer zog praktisch von der Mittelauflage aus aufs Polen-Tor, doch ein weiteres Mal blieb der überragende Boruc Sieger.

Und wieder einmal kam die alte Fußball-Weisheit zum Tragen, wonach man die nicht geschossenen Tore selbst kassiert, denn der erste ernstzunehmende Angriff der Polen führte in der 30. Minute zum ÖFB-Rückstand. Nach einer weiten Flanke von Smolarek stand Pogatetz zunächst zu weit von Saganowski entfernt und fälschte anschließend dessen Torschuss so unglücklich ab, dass Roger den Ball nur noch ins leere Tor zu seinem ersten Länderspiel-Treffer schieben musste. Der Schock währte aber nur kurz und Österreich kam dem Ausgleich bereits in der 45. Minute nahe, als Stranzl eine Freistoß-Flanke von Leitgeb knapp verfehlte.

Zu Pech und Unvermögen im Abschluss gesellte sich in der 47. Minute auch noch eine Fehlentscheidung des englischen Schiedsrichters Webb, der übersah, dass Ivanschitz nach Stranzl-Pass vom eingewechselten Golanski im Strafraum am Trikot zurückgehalten wurde. Drei Minuten später hatte Smolarek nach einem Konter die Chance auf die Vorentscheidung am Fuß, scheiterte aber an Macho.

Diese Aktion läutete die stärkste Phase der Polen ein. In der 63. Minute klärte Macho nach Roger-Flanke bei einem Schuss des sträflich allein gelassenen Bak mit einer Fuß- und beim Nachschuss von Lewandowski mit einer Faust-Abwehr. Hickersberger reagierte und brachte für die enttäuschenden Ivanschitz und Linz in der 64. Minute Vastic und Kienast - sehr zum Unmut der beiden Ausgewechselten.

Am Spielverlauf änderte dies aber vorerst wenig, so musste sich Macho bei einer Freistoß-Bombe von Krzynowek (68.) auszeichnen. Erst ab der 75. Minute war die ÖFB-Auswahl wieder die tonangebende Mannschaft, kam aber zu keiner zwingenden Chance mehr - bis Webb in der 93. Minute auf Elfmeter entschied, als der gegen Deutschland gesperrte Prödl vor einem Freistoß von Lewandowski im Strafraum umgerissen wurde. Vastic trat an, verwertete souverän und trug sich damit ebenso wie bei der WM 1998 mit dem 1:1 gegen Chile praktisch in letzter Minute in die Torschützenliste ein.

Quelle: www.vol.at

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Montag, Juni 16th, 2008 | Author: Christoph

Siegeschance für “Hicke” bei 40 Prozent

Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger hat in entspannter Manier nochmals die große Zuversicht im ÖFB-Lager betont.
Entspannte Zuversicht im ÖFB-LagerEntspannte Zuversicht im ÖFB-LagerAPA (Archiv/Hochmuth)

Für Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger gilt es, die große Chance im entscheidenden EM-Gruppenspiel Österreichs gegen Deutschland am Montag in Wien (20.45 Uhr, Happel-Stadion) am Schopf zu packen. Die Gelegenheit sei günstig, der scheinbar übermächtige Gegner durchaus schlagbar.Hickersberger zog zu Beginn der Pressekonferenz im Medienzentrum des Happel-Stadions eine historische Parallele. Wenn auch nicht die erwartete. “Wir haben 1989, wenige Tage nach dem Fall der Mauer, hier im Happel-Stadion das entscheidende Spiel in der WM-Qualifikation gehabt und dieses natürlich auch klar mit 3:0 gewonnen. Damals waren Spieler wie Kirsten, Thom, Doll oder Sammer dabei. Morgen sind es auch Spieler mit klingenden Namen: Ballack, Klose, Podolski. Wir freuen uns auf dieses Spiel.”

Der 60-Jährige gab sich hörbar selbstbewusst. “Wenn die Deutschen so spielen wie gegen Kroatien, dann bin ich ziemlich sicher, dass wir das Spiel auch gewinnen können.”

Dass Martin Harniks “Hosenscheißer”-Sager “vorlaut” gewesen sei, bestätigte Hickersberger, drehte den Spieß aber sogleich um. “Wir müssen die Hosen sicher nicht voll haben. So gut waren die Deutschen gegen Kroatien nicht. Noch ist Deutschland nicht in der Form von der WM 2006. Wenn sie so spielen wie damals gegen Argentinien, werden wir wohl gratulieren müssen”, befand der 60-Jährige, der eine Siegchance in der Höhe von “40 Prozent” ortete. “Die Chance lebt. Und wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, hätte ich diese Chance dankend angenommen.”

Auf die historische Dimension eine möglichen Sieges angesprochen, erklärte Österreichs Kapitän Andreas Ivanschitz: “Wie gut ich einschlafe, werde ich erst sehen. Das ist schon ein besonderes Spiel. Wir haben eine einmalige Chance, aber es wird sehr schwer. Wir sind klarer Außenseiter. Die Mannschaft ist gut in Form, und ich bin optimistisch, dass uns das morgen gelingen wird.”

Hickersberger meinte, es könne durchaus sein, dass es Umstellungen in der Mannschaft gebe. Aber: “Im Grunde genommen können wir so beginnen wie gegen Polen. Da war die Leistung in den ersten 30 Minuten sehr, sehr gut. Wir waren dem Sieg sehr nahe.” Hickersberger erwartet eine offensiv ausgerichtete deutsche Elf. “Ich kenne die deutsche Mentalität. Sie müssen sich für die Niederlage gegen Kroatien rehabilitieren. Daher werden sie so schnell wie möglich die Entscheidung suchen.”

Auf Psycho-Tricks, die den deutschen Medien-Boulevard involvieren, will “Hicke” verzichten: “Natürlich hätte ich einen Ausschnitt aus der Bild-Zeitung aufhängen können. Aber das ist so blöd, das würden meine Spieler gar nicht ernst nehmen.” Der gesamte heimische Kader sei fit, nur ein Spieler “angeschlagen”. Hickersberger präzisierte: “Sebastian Prödl ist seelisch angeschlagen. Weil er zwei Gelbe Karten kassiert hat und gegen Deutschland gesperrt ist.”

Quelle: www.vol.at

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Montag, Juni 16th, 2008 | Author: Christoph

Nackt-Sieg Österreichs über Deutschland

Mit einem 10:5 in Wien haben die sechs öster­reichischen Teamplayerinnen ihren deutschen Kontra­hentinnen gezeigt, wer beim Nacktfußball das bessere Ballgefühl hat.  
Drews mit scharfen Soccer-BräutenDrews mit scharfen Soccer-BräutenAPA

“Ein Cordoba heute gönnen wir euch, aber morgen gewinnen wir 2:1″, sagte Partylöwe Jürgen Drews vor Anpfiff zur APA.”Nie mehr Cordoba”-Gesänge von zahlreichen Deutschland-Fans, die bereits am Sonntagabend den Weg auf die Wiener Insel fanden, wurden von “Que sera, Österreich ist wieder da”, lauthals übertönt. Vor Anpfiff des Nacktfußballspiels war man in der deutschen Fankurve am Rande des Spielfeldes im Sand an der Neuen Donau noch überzeugt: “Wir gewinnen”.

Mit “Jürgeeen”-Chören wurde Mallorca-King Jürgen Drews am Strand empfangen. “Soll ich nachher ein paar Lieder singen?”, fragte er in die jubelnde Meute.

“Heute werden unsere Mädels zeigen, wie die Burschen morgen zu spielen haben”, feuerte der österreichische Teamkapitänin “Renee Pornero” die Mannschaft an. Ihre Kontrahentin in schwarz-rot-gold war Vivian Schmitt.

Sechs gegen sechs Soccer-Mädels haben etwa zweimal zehn Minuten gespielt. Gleich zu Beginn gab es “Gelb” für Österreich. Ein Küsschen auf die Wange konnte den Schiedsrichter aber milde stimmen. “Schiiiiiebung”, tönte es auch der deutschen Fankurve. Doch gleich danach fiel das erste Tor. 1:0 für Österreich. Die Stimmung kochte spätestens nach dem 2:0.

Mit einem 7:3 für die rot-weiß-rot gepainteten Mädels ging man in die Pause. Aus den Lautsprechern dröhnte Jürgen Drews “Ein Bett im Kornfeld” und “Ich bin der König von Mallorca”. “Unglaublich, ich bin begeistert, wie toll es hier ist. Da geht ja richtig die Post ab”, sagte ein deutscher Fußballfan in der Halbzeit zur APA. Morgen wolle er sich das Spiel in der Fanzone ansehen. An ein zweites Cordoba glaubte er aber nicht.

In der zweiten Spielhälfte bauten die sechs österreichischen Mädels ihre Führung noch aus, nach dem 10:5 erfolgte der Schlusspfiff. Die Spielerinnen mit gequetschen Zehen und kleineren Kratzern an Armen und Beinen feierten aber fröhlich weiter. Drews sank mit einem Riesenpokal vor den österreichischen Mädels in die Knie, die obligatorische Champagnerdusche für gebührend gefeierte Meister durfte nicht fehlen.

“Jetzt haben wir den Burschen gezeigt, wie es geht und morgen gibt es ein zweites Cordoba in Wien”, waren die Österreicherinnen überzeugt.

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